SLO - Symmetrische lupoide Onychodystrophie

 

 

 

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SLO - Symmetrische lupoide Onychodystrophie SLO ist eine immun vermittelte Erkrankung beim Hund, die zu Veränderungen ausschließlich der Krallen bei einem ansonsten gesunden Hund führt. Die meisten Fälle der lupoiden Onychodystrophie sind idiopathisch, d.h. ohne eine bekannte zu Grunde liegende Ursache. Oft scheint es sich um eine autoimmunbedingte Erkrankung zu handeln. Bei einigen Hunden scheint die Krallenerkrankung in Zusammenhang mit einer bakteriellen Infektion, Pilzbefall, einer Unterfunktion der Schilddrüse oder einer Allergie zu stehen. In wie fern diese Krankheiten aber wirklich die lupoide Onychodystrophie hervorrufen oder beeinflussen, ist noch nicht bekannt. Da es bei bestimmten Hunderassen wie Gordon Settern, English Settern, Bearded Collies, Riesenschnauzern, einigen Windhunden und Rhodesian Ridgeback eine Häufung zu geben scheint, wird auch eine genetische Veranlagung vermutet.

 

Symptome

 

Bei der symmetrischen lupoiden Onychodystrophie handelt es sich um ein Reaktionsmuster der Krallen. Die Krankheit tritt bei den meisten Hunden im Alter zwischen 6 Monaten und 8 Jahren auf. Die Erkrankung geht mit einem abnormalen Aussehen der Krallen (Onychodystrophie) einher. Betroffen sind zumeist mehrere Krallen und Pfoten eines Hundes. Anfangs teilen sich die Krallen am Krallenbett und lösen sich schließlich ab. Die nachwachsenden Krallen sind kurz, mißgeformt, trocken, weich und brüchig, manchmal auch farblos. 50% der Hunde zeigen eine Lahmheit und / oder Schmerzen. Eine normale Kralle wächst kontinuierlich aus dem Nagelbett heraus und benötigt ca. ein halbes Jahr, bis sie auf volle Krallenlänge herangewachsen ist. Bei SLO wird schon an der Krallenbasis die Schädigung des Horns angelegt, so daß im weiteren Verlauf die Kralle einreißt, splittert und ausfällt. Häufig geht damit auch eine Entzündung einher. Die Erkrankung kann schubweise als auch als Rezidiv (Rückfall) auftreten.

 

Diagnose

 

Die Diagnose erfolgt anhand des klinischen Bildes bzw. des Krankheitsverlaufes und dem Ausschluß anderer Erkrankungen (siehe oben). Um die Diagnose korrekt zu untermauern ist eine Biopsie (Gewebeprobe) notwendig. Da in dieser das Krallenbett erhalten sein muß, reicht es nicht, alleine die Krallen zu untersuchen, sondern man muß eine betroffene Kralle mit dem letzten Zehenglied amputieren.

 

Therapie

 

Eine generelle Therapie, die für alle wirksam ist, gibt es nicht. Es gibt verschiedene Behandlungsmethoden. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung wird für jeden Hund individuell das passende Therapieschema ausgewählt. Es kann aber trotzdem möglich sein, daß ein Behandlungserfolg mit dem Medikament der ersten Wahl ausbleibt und man zu einem anderen Medikament wechseln muss.   Zur Behandlung sind verschiedene Therapieformen beschrieben, zu der zumeist die Gabe von Tetrazyklinen (Antibiotika), Vitamin B3 und essentiellen Fettsäuren gehören. In manchen Fällen werden noch weitere Medikamente eingesetzt wie z.B. Prednisolone, Durchblutungsförderer, Immunsuppressiva und auch Diäten.

 

 

Prognose

 

Da Krallen langsam wachsen, ist die Therapie grundsätzlich sehr langwierig. Eine klinische Besserung ist erst nach einigen Monaten ersichtlich. Es kann sich um eine lebenslange Therapie handeln, aber es ist auch möglich, daß die Medikamente nach einiger Zeit abgesetzt werden können. Dennoch sind zu jeder Zeit Rückfälle möglich. Die Therapieerfolge variieren von Fall zu Fall.

 

 

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